Was, wenn ausgerechnet die Produkte, die Haar reparieren sollen, es langfristig schwächen?
Reparieren, wiederaufbauen, Bonds stärken – diese Versprechen prägen heute ganze Regale der Haarpflege. Dahinter steht die Annahme, dass Haar regelmäßig von innen heraus repariert werden muss. Für Wendy Iles, die seit mehr als 40 Jahren mit einigen der anspruchsvollsten Haartypen der Welt arbeitet, ist genau das ein Trugschluss.
Was sind Bond Builder?
Bond Builder sind Wirkstoffe, die bis in den Cortex, den strukturellen Kern der Haarfaser, eindringen und dort geschädigte Bindungen wieder verknüpfen sollen. Entwickelt wurden sie ursprünglich für den professionellen Einsatz im Salon – insbesondere nach intensiven chemischen Behandlungen wie Colorationen, Dauerwellen oder Keratinbehandlungen. Dort können sie, gezielt und in größeren Abständen angewendet, einen sinnvollen Beitrag leisten. Die eigentliche Herausforderung entstand jedoch erst, als diese Technologie ihren Weg in die tägliche Haarpflege für zu Hause fand.
Können Bond Builder das Haar schädigen?
Ja – wenn sie zu häufig angewendet werden. Der Mechanismus dahinter ist genau das Gegenteil dessen, was viele Produkte versprechen.
„Ein Zuviel an Bond Buildern und Peptiden verwandelt weiches Haar in sprödes Haar. Und sprödes Haar bricht.“ – Wendy Iles
Wichtig ist dabei die Unterscheidung: Gemeint sind Bond Builder und Peptide – nicht Proteine. Das Problem liegt nicht darin, dass das Haar zu wenig repariert wird. Vielmehr wird immer wieder in seine natürliche Struktur eingegriffen – häufiger, als das Haar aufnehmen kann. Mit der Zeit kann die Haarfaser an Flexibilität verlieren, steifer werden und dadurch anfälliger für Haarbruch sein.
Worin unterscheiden sich Cuticula und Cortex?
Die Cuticula bildet die äußere Schutzschicht des Haares. Sie besteht aus feinen, überlappenden Schuppen, die dem Haar Glanz verleihen, es vor äußeren Einflüssen schützen und seine Oberfläche bestimmen. Der Cortex liegt darunter. Er bildet den strukturellen Kern der Haarfaser und ist für ihre Festigkeit, Elastizität und Stabilität verantwortlich.
Genau dieser Unterschied bildet die Grundlage der Iles Formula Philosophie. Bond Builder wurden entwickelt, um bis in den Cortex einzudringen. Genau dort sollen sie wirken.
Iles Formula verfolgt einen anderen Ansatz: Die Formulierungen versiegeln und glätten die Cuticula unmittelbar nach dem Auftragen – ohne tiefer in die Haarstruktur einzudringen.
„Kein Eindringen in den Cortex.“ – Wendy Iles
Keine Penetration des Haarinneren. Keine Beschichtung. Keine Ablagerungen. Stattdessen wird die Haaroberfläche versiegelt und geglättet, während die natürliche Struktur des Haares unberührt bleibt.
Warum verwenden professionelle Stylistinnen und Stylisten Bond Builder nicht täglich?
Weil sie wissen, welche Auswirkungen ein häufiger Eingriff in die Haarstruktur haben kann. Genau dieser Aspekt bleibt im Boom der Heimpflege oft unberücksichtigt.
„Wenn ich sage, Bond Builder gehören in professionelle Hände, dann deshalb, weil genau dort Colorationen, Dauerwellen oder Keratinbehandlungen durchgeführt werden. Jede Stylistin und jeder Stylist weiß, dass solche Behandlungen nur alle sechs bis acht Wochen erfolgen sollten – nicht zwei- oder dreimal pro Woche. Andernfalls beginnt das Haar zu brechen.“ – Wendy Iles
Im professionellen Salon sind Anwendungen im Abstand von sechs bis acht Wochen Teil einer gezielten Behandlung. Werden dieselben Technologien hingegen mehrmals pro Woche zu Hause angewendet, kann daraus eine Überbehandlung entstehen – und genau dort beginnt aus Sicht von Wendy Iles das Risiko für Haarbruch.
Warum ist Iles Formula die Alternative zu Bond Buildern?
Die Antwort ist einfach: Die Cuticula versiegeln – und dabei bleiben. Herkömmliche Conditioner legen sich wie ein Film um das Haar und sorgen bis zur nächsten Haarwäsche für ein weiches Haargefühl. Diese Beschichtung kann sich mit der Zeit aufbauen. Bond Builder verfolgen den gegenteiligen Ansatz: Sie dringen bis in den Cortex ein. Genau dort kann sich mit der Zeit eine strukturelle Überlastung entwickeln.
Iles Formula geht bewusst einen anderen Weg. Die Formulierungen versiegeln die Cuticula unmittelbar beim Kontakt mit dem Haar – ohne Beschichtung, ohne Ablagerungen und ohne in den Cortex einzudringen.
In Kombination reduzieren Iles Formula Shampoo und Conditioner klinisch nachgewiesen Haarbruch bereits ab der ersten Anwendung – nicht, indem sie das Haar von innen wiederaufbauen, sondern indem sie es von Anfang an schützen. Die Iles Formula Hair Mask ergänzt dieses Prinzip als intensive Wochenpflege.
Sind Peptide gut oder schlecht für das Haar?
Peptide haben sich vor allem in der Hautpflege einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Mit der Zeit fand diese Entwicklung auch ihren Weg in die Haarpflege.
Es gilt jedoch derselbe Grundsatz wie bei Bond Buildern: Gelangen Peptide in Bereiche, in denen sie nicht benötigt werden, und werden sie zu häufig angewendet, können sie sich mit der Zeit anreichern und die Haarfaser spröder werden lassen. Was nach Innovation klingt, kann bei übermäßiger Anwendung das Gegenteil bewirken.
Wendys Fazit:
Für Wendy Iles lässt sich ihre Philosophie in wenigen Worten zusammenfassen: Keine Bond Builder. Keine Peptide. Kein unnötiger Eingriff in die Haarstruktur. Stattdessen setzt Iles Formula auf Formulierungen, die die Cuticula versiegeln, die natürliche Haarstruktur respektieren und das Haar schützen, ohne es zu beschweren.
Mehr als vierzig Jahre Erfahrung an internationalen Filmsets bilden die Grundlage dieser Philosophie.
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